Sonntag, 24. September 2017

[Rezension] Don't you cry: Falsche Tränen von Mary Kubica

Mitbewohnerin.
Freundin.
Mörderin?
Eines Nachts verschwindet die junge Studentin Esther Vaughan spurlos aus ihrem Appartement in Chicago. Ihre Mitbewohnerin Quinn findet nur einen mysteriösen Brief, der vor die Frage stellt, wie gut sie die vermeintlich brave Frau wirklich kennt. Als sie dann noch erfährt, dass schon längst per Anzeige nach einer Nachmieterin für ihr Zimmer gesucht wird, bekommt sie langsam Angst. Quinn beginnt zu recherchieren: Was ist eigentlich aus dem Mädchen geworden, das vorher mit Esther zusammengewohnt hat? Je mehr sie erfährt, desto mehr bringt Quinn sich in tödliche Gefahr. Q

Mary Kubica, Harper Collins
Einzelband, 384 Seiten, Klappenbroschur
14,99€, ISBN 9783959671057, Kaufen 



Mary Kubica

New York Times- und USA Today-Bestsellerautorin Mary Kubica hat einen Bachelor of Arts an der Miami University in Oxford, Ohio, in Geschichte und Amerikanische Literatur. Sie lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern außerhalb von Chicago. Q


Meine Meinung


Lange Zeit habe ich befürchtet, euch überhaupt keine Meinung zu diesem Buch sagen zu können, da ich oftmals kurz davor stand, das Buch einfach abzubrechen. Der einzige Grund, der dagegen sprach, war, dass ich dieses Buch in einem Reading with und somit nicht alleine gelesen habe. Doch leider war es wirklich so, dass ich diesem Buch auf den ersten 200 Seiten fast überhaupt nichts abgewinnen konnte.


Ich muss es wissen: Hast Du mich gesehen? Hast Du versucht, mich in den Wahnsinn zu treiben?
In Liebe
EV
- S.31



Unsere Protagonisten sind Quinn und Alex, die beide Schwächen aufweisen, die sie wohl realistischer machen sollen, mich jedoch zu Beginn des Buches eher genervt haben. Quinn ist Esthers Mitbewohnerin, die deren Verschwinden bemerkt und daraufhin in ziemlicher Panik ausbricht. Hat sie etwas falsch gemacht? Ist Esther wegen ihr gegangen? Will sie Quinn als ihre Mitbewohnerin ersetzen? Will sie ihr etwas antun? Dabei wird auch häufig betont, dass Quinn nicht sonderlich intelligent ist - ganz im Gegensatz zu Alex, der sogar ein Stipendium bekommen hat. Doch da seine Mutter ihn bereits in seiner Kindheit verlassen hat und sein Vater Alkoholiker ist, lebt er, anders als all seine Freunde aus der High School, noch immer in seinem Heimatsort und hält sich und seinen Vater dort über Wasser. Ihn finde ich trotz seiner echt deprimierenden Kindheit und seinem jetzigen Leben bedeutend interessanter, nur dass seine Kapitel mich auch lange Zeit nicht wirklich begeistern konnten.


Und das ist der Auslöser. Nicht Cappuccetta, beschließe ich. Ich werde sie Pearl nennen.
Einfach Pearl.
- S.35


Nach der ersten Hälfte wurde es aber beinahe schlagartig besser. Spannung und neue Entwicklungen kamen auf, und die Geschichte nimmt an Fahrt auf, sodass ich die Bezeichnung des Buches als Thriller nachvollziehen konnte, auch wenn es mich nie richtig gethrillt hat. Aber die letzten 130 Seiten habe ich wirklich an einem Stück gelesen und das sogar relativ leicht. Dennoch bleibt die erste Hälfte des Buches, die mich einfach überhaupt nicht gepackt hat. Auch die Protagonisten und auch andere Charaktere wie Ben konnte ich weder hassen, noch mögen. Sie waren mir leider sehr suspekt, haben Dinge getan, die ich sogar verdammt eigenartig und gruselig fand.


Fazit:

Alles in allem leider kein durchschnittlich gutes Buch, sondern meiner Meinung nach noch etwas darunter. Die Charaktere sind eher anstrengend als durch das Buch geleitend und die Handlung kommt erst sehr spät wirklich ins Rollen, sodass man sich als Leser durch die erste Hälfte des Buches quält.


Vielen Dank für dieses Rezensionsexemplar an HarperCollins!

Liebe Grüße, eure Sophia

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