Samstag, 30. Dezember 2017

[Buch - Film] The Circle


Heute bekommt ihr endlich mal wieder einen Vergleich zwischen Buchvorlage und Verfilmung. "Der Circle" habe ich bereits im August gelesen und hoffte auch, den Film kurz darauf zu sehen, als er hier in Deutschland an den Start ging. Doch bis in den Dezember hat es gebracht, bis ich den Film dann tatsächlich gesehen habe. Leider war ich ziemlich enttäuscht von der Umsetzung, wenn auch nicht in allen Punkten.



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Die Buchvorlage von Dave Eggers (2013)

 
Die 24-jährige Mae Holland ist überglücklich. Sie hat einen Job ergattert in der hippsten Firma der Welt, beim »Circle«, einem freundlichen Internetkonzern mit Sitz in Kalifornien, der die Geschäftsfelder von Google, Apple, Facebook und Twitter geschluckt hat, indem er alle Kunden mit einer einzigen Internetidentität ausstattet, über die einfach alles abgewickelt werden kann. Mit dem Wegfall der Anonymität im Netz – so ein Ziel der »drei Weisen«, die den Konzern leiten – wird es keinen Schmutz mehr geben im Internet und auch keine Kriminalität. Mae stürzt sich voller Begeisterung in diese schöne neue Welt mit ihren lichtdurchfluteten Büros und High-Class-Restaurants, wo Sterneköche kostenlose Mahlzeiten für die Mitarbeiter kreieren, wo internationale Popstars Gratis-Konzerte geben und fast jeden Abend coole Partys gefeiert werden. Sie wird zur Vorzeigemitarbeiterin und treibt den Wahn, alles müsse transparent sein, auf die Spitze. Doch eine Begegnung mit einem mysteriösen Kollegen ändert alles … Q



Die Verfilmung von James Ponsoldt (2017)


Besetzung:
(von Wikipedia)

Musik von Danny Elfman
2,7/5 bei Filmstarts, 5,2/10 bei Moviepilot,  2,6/5 bei Kino.de



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 Zu erst einmal muss ich zum Cast sagen, dass ich es schade finde, wenn man sich im Buch so viel Mühe mit der Beschreibung des Aussehens der Charaktere macht, welches den Chrarakter nur noch unterstreicht, und dann wird er doch ganz anders besetzt. So ging es mir hier mit Mercer, Mays Exfreund, und Tyler, Ty, dem Erschaffer des Circles. John Boyega und Ellar Coltrane sind einfach so ganz anders, als die Charaktere beschrieben wurden und ich sie mir demnach auch vorgestellt habe.

Weiterhin kann man natürlich nicht verlangen, dass jede Einzelheit des Buches in den Film übertragen wird, jedoch hatte ich schon ein wenig mehr als das erwartet, was uns geliefert wurde. Ich finde, die Ereignisse reihten sich nur so aneinander, sodass das Gefühl völlig auf der Strecke blieb. Andererseits bin ich froh, dass sie einen Teil des Buches, den ich sehr kritisiert habe, weggelassen haben. Denn den ganzen Gefühlsbetonten Teil in der Dystopie konnte ich auch dort nicht wirklich nachvollziehen. May pflegt recht eigenartige Beziehungen zu zwei verschiedenen Männern auf ganz verschiedene Weise, sodass ich froh war, diese nicht auch im Film ansehen zu müssen. Dadurch schien mir aber auch ein großer Teil des Inhalts zu fehlen.

Insgesamt konnte mich der Film, aber ja auch das Buch, nicht wirklich begeistern. Bei so einer tollen Besetzung mit Tom Hanks und Emma Watson hatte ich zugegebenermaßen viel erwartet, was der Trailer auch noch versprochen hat. Aber schlussendlich haben die Drehbuchautoren auch noch das Ende extrem verändert, was ich ebenfalls nicht gutheißen kann, denn so kann man May und das System des Circles beinahe gutheißen...






Liebe Grüße, eure Sophia

1 Kommentar:

  1. HI Sophia,

    ich habe nur den Film gesehen, fand das Ende aber auch eher merkwürdig. Es wirkt so, als ob May das System gut heißt, auch die zigtausende Kameras und den Verlust jeglicher Privatsphäre. Ich hatte mir auch mehr erhofft.

    Liebe Grüße
    Desiree

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